Mein Nachbar hat vor drei Sommern eine wunderschöne Zedernholzpergola gebaut. Er hat sie vielleicht ein Dutzend Mal benutzt. Das Problem war nicht die Pergola selbst, sondern dass ein offenes, nach oben und nach außen offenes Bauwerk in unserem Klima nur etwa sechs Wochen im Jahr angenehm ist. Im Frühling ist es zu windig, im Frühsommer zu viele Insekten, und im Oktober ist es zu kalt. Was sie schließlich zu einem wöchentlich genutzten Raum machte, war die Anbringung von Rollos an zwei Seiten und einer kleinen Infrarotheizung.
Eine ans Haus angebaute Terrasse bietet mit mindestens einer Wand Windschutz und spendet angenehme Wärme. Eine freistehende Pergola hingegen steht im Freien und ist dem Wind aus allen Richtungen ausgesetzt. Ohne Jalousien sitzt man quasi in einem Windkanal unter einem Lamellendach. Das Dach spendet zwar Schatten, aber sonst nichts.
Jalousien an einer Pergola erfüllen drei Funktionen, die oft unterschätzt werden. Erstens schützen sie vor waagerechtem Wind, der die Gemütlichkeit im Freien erheblich beeinträchtigt. Zweitens schaffen sie in Kombination mit einer Heizung eine wärmere Luftschicht, da die Jalousien die Strahlungswärme speichern, anstatt sie entweichen zu lassen. Drittens strukturieren sie den Raum psychologisch. Eine offene Pergola wirkt wie ein überdachter Garten. Eine Pergola mit Jalousien hingegen wie ein Zimmer.
Sie müssen nicht alle vier Seiten umschließen. Tatsächlich erzeugt eine vollständige Umschließung im Sommer einen Treibhauseffekt und blockiert die Luftzirkulation genau dann, wenn Sie sie benötigen. Sinnvoller ist es, die vorherrschende Windrichtung zu ermitteln und diese Seite sowie eine angrenzende Seite zu umschließen. So entsteht ein L-förmiger Windschutz, der die häufigsten Windwinkel abfängt und gleichzeitig die gegenüberliegende Ecke für die Belüftung offen lässt.
Für die windzugewandte Seite empfiehlt sich ein transparentes PVC-Rollo anstelle eines Moskitonetzes. PVC ist winddicht und wirkt wie ein Fenster, sodass Sie die Aussicht behalten, aber den Luftzug abhalten können. Auf der gegenüberliegenden Seite bietet ein Moskitonetz mit Reißverschluss anpassbaren Schutz: Senken Sie es bei Wind ab und ziehen Sie es hoch, wenn es windstill ist.
Bei einer Pergola ist der Jalousiekasten üblicherweise in 2,4 bis 3 Metern Höhe montiert. Das bedeutet, dass das Erreichen einer manuellen Kurbel bestenfalls umständlich und schlimmstenfalls gefährlich ist, wenn man jedes Mal eine Leiter benötigt. Motorisierte Jalousien lösen dieses Problem vollständig. Mit einem ferngesteuerten Motor können Sie alle Seiten bequem von Ihrem Platz aus bedienen. Und mit einem Windsensor fahren die Jalousien bei Stürmen automatisch ein, um Beschädigungen des Stoffes zu vermeiden.
Ich würde von der manuellen Bedienung von Pergola-Markisen über 2,10 m abraten. Die Mechanik ist schwergängig, die Kurbel lang und unhandlich, und man wird die Markisen letztendlich immer unten lassen, anstatt sie zu verstellen. Das widerspricht dem Zweck.
Für die Netzpaneele ist ein Glasfaser-PVC-Verbundgewebe mit 5 % Luftdurchlässigkeit optimal. Es bietet ausreichend Windschutz (reduziert Windböen um ca. 60–70 %), erhält die Sicht nach außen und ist unempfindlich gegenüber extremen Temperaturen, ohne sich zu verziehen. Polyestergewebe sollte an Pergolen vermieden werden, da es unter ständiger UV-Strahlung schneller altert und mit der Zeit ausleiert.
Für die transparente PVC-Platte ist eine Stärke von 0,5 mm bis 0,8 mm empfehlenswert. Dünneres PVC wellt sich an den Kanten; dickeres PVC ist zu schwer, sodass der Rollomechanismus nicht mehr sauber aufrollen kann. Die PVC-Platte sollte auf einer separaten Rolle laufen, damit sie unabhängig von den Gitterpaneelen ausgefahren werden kann.
Sobald die Jalousien angebracht sind, erwärmt ein 1500-Watt-Infrarotheizstrahler, der an einem der Pergolapfosten montiert ist, den Innenraum effektiv auf etwa 7 °C. Ohne Jalousien ist derselbe Heizstrahler nutzlos, da die Wärme sofort verdampft. Die Jalousien machen den Heizstrahler erst sinnvoll, und der Heizstrahler wiederum verlängert die Pergola-Saison in den meisten gemäßigten Klimazonen von April bis November.
Was kosten Pergola-Rollos?
Ein motorisiertes, perforiertes Markisensystem für eine Standard-Pergola (3 x 3,6 m), das zwei Seiten umschließt, kostet in der Regel 2.500 bis 5.000 US-Dollar inklusive Montage. Das Hinzufügen einer transparenten PVC-Platte an einer dritten Seite kostet zusätzlich 800 bis 1.500 US-Dollar.
Sind Pergola-Überdachungen schneelastbeständig?
Die Jalousien sollten vor starkem Schneefall eingefahren werden. Die Pergola-Konstruktion muss separat für die Schneelast ausgelegt sein. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Jalousien das Traggewicht der Konstruktion tragen.
Benötige ich eine Genehmigung, um Jalousien an meiner Pergola anzubringen?
In den meisten Regionen ist für abnehmbare Jalousien keine Genehmigung erforderlich. Wenn die Jalousien die Pergola jedoch faktisch in ein geschlossenes Bauwerk verwandeln, stufen einige Gemeinden dies als Zimmeranbau ein. Bitte informieren Sie sich über die örtlichen Bauvorschriften.
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