Hochwertige Rollos mit Führungsschienen halten im voll ausgefahrenen Zustand typischerweise Windgeschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h stand. Einige besonders robuste Systeme sind sogar für noch höhere Windlasten ausgelegt. Die genaue Windbeständigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Größe des Rollos (Breite und Höhe), Stoffart und -gewicht, Konstruktion der Führungsschienen, Motorleistung, Montagequalität und der Stabilität der Montagefläche. Kein Außenrollo ist für Sturmbedingungen ausgelegt. Hersteller empfehlen daher generell, Rollos einzufahren, wenn die Windgeschwindigkeit die Nennleistung des Systems überschreiten soll oder bei extremen Wetterereignissen.
Wichtigste Erkenntnisse
Die Windbeständigkeit von Außenjalousien wird üblicherweise als maximale Windgeschwindigkeit angegeben, die das System im ausgefahrenen Zustand ohne Beschädigung aushält. Dieser Wert wird durch Tests ermittelt, die einen anhaltenden Winddruck auf die Stoffoberfläche simulieren. Wichtig ist, dass sich die Angaben zur Windbeständigkeit auf Dauerwinde und nicht auf Windböen beziehen. Ein System, das für eine Dauerwindgeschwindigkeit von 50 km/h ausgelegt ist, kann bei Windböen von 60 bis 70 km/h dennoch gefährdet sein, da Böen kurzzeitige Druckspitzen erzeugen, die die zulässige Dauerwindbeständigkeit überschreiten.
Die Windlastangaben setzen voraus, dass die Markise vollständig ausgefahren und korrekt gespannt ist. Eine nur teilweise ausgefahrene Markise weist veränderte aerodynamische Eigenschaften auf und ist möglicherweise anfälliger für Windschäden, da die untere Stange nicht richtig sitzt und der Stoff nicht vollständig gespannt ist. Ziehen Sie Markisen mit Reißverschluss immer vollständig herunter oder fahren Sie sie komplett ein; lassen Sie sie bei Wind nicht halb ausgefahren.
| Faktor | Höherer Windwiderstand | Geringerer Windwiderstand |
|---|---|---|
| Jalousiengröße | Kleiner (unter 3 m breit) | Größer (über 5 m breit) |
| Stoffart | Schwereres Netzgewebe oder Blockout | Leichtes Netzgewebe |
| Seitenkanal | Zip-geführt (z-Lock) | Kabel- oder Drahtführung |
| Installation | Professionell, verstärkt | Selbstgebaut oder schlecht ausgerichtet |
| Montagefläche | Massive Wand oder Stahlpfosten | Dünne Fassadenverkleidung oder Holz |
| Motor | Hochleistungs-Rohrmotor | Manueller oder leichter Motor |
Um Windgeschwindigkeitsangaben richtig einordnen zu können, ist es hilfreich zu verstehen, wie sich unterschiedliche Windgeschwindigkeiten anfühlen und wie sie die Umwelt beeinflussen. Die Beaufort-Skala bietet eine nützliche Referenz, um Windgeschwindigkeitsangaben mit realen Bedingungen in Beziehung zu setzen.
| Windgeschwindigkeit | Beaufort-Skala | Beobachtbare Bedingungen | Zip Blind Action |
|---|---|---|---|
| 0-15 km/h | Windstille bis leichte Brise | Blätter rascheln, leichte Fahnen | Sicher einsetzbar |
| 15-25 km/h | Mäßige Brise | Kleine Bäume wiegen sich, der Wind ist im Gesicht zu spüren | Sicher einsetzbar |
| 25-35 km/h | Frische bis starke Brise | Große Äste bewegen sich, Sonnenschirme sind instabil | Überwachungsbedingungen |
| 35-50 km/h | Beinahe Sturm | Ganze Bäume in Bewegung, Gehen schwierig | Die meisten Systeme nähern sich ihrer Leistungsgrenze. |
| 50-60 km/h | Sturm | Zweige brechen, Widerstand beim Gehen | Vorsorglich zurückziehen |
| 60+ km/h | Starker Sturm bis Gewitter | Strukturelle Schäden möglich | Muss zurückgezogen werden |
Die Windlast ist proportional zur Oberfläche. Eine 6 Meter breite und 3 Meter hohe Jalousie bietet dem Wind eine Angriffsfläche von 18 Quadratmetern. Bei einer Windgeschwindigkeit von 40 km/h kann die gesamte Windkraft auf diese Fläche 1800 Newton überschreiten, was in etwa dem Gewicht eines 180 Kilogramm schweren Objekts entspricht, das gegen den Stoff drückt. Die Seitenprofile, Montagehalterungen und die Tragkonstruktion müssen so konstruiert sein, dass sie dieser Last standhalten, ohne sich zu verbiegen oder von der Montagefläche abzureißen.
Aus diesem Grund geben die Hersteller für jedes System maximale Abmessungen an. Das Zipscreen Extreme-System beispielsweise ist für eine Spannweite von bis zu 7 Metern und eine Abdeckung von bis zu 35 Quadratmetern ausgelegt, erfordert jedoch eine entsprechende Tragkonstruktion und eine fachgerechte Montage. Ein Rollo dieser Größe erzeugt bereits bei mäßigen Windgeschwindigkeiten eine enorme Windlast, und die Folgen eines Versagens können gravierend sein und Schäden an der Montagekonstruktion, dem Rollo selbst sowie an Objekten in der Umgebung nach sich ziehen.
Bei motorisierten Rollos bieten Windsensoren ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Ein Windsensor misst kontinuierlich die Windgeschwindigkeit und sendet ein Signal zum Einfahren der Rollos, sobald ein voreingestellter Schwellenwert überschritten wird. Dies ist besonders hilfreich für Hausbesitzer, die tagsüber nicht zu Hause sind oder Wetteränderungen möglicherweise nicht bemerken. Der Schwellenwert des Sensors liegt üblicherweise unterhalb der maximalen Systemleistung, um einen Sicherheitsspielraum zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Rollos eingefahren werden, bevor gefährliche Bedingungen entstehen.
Windsensoren können drahtlos oder kabelgebunden sein und auf dem Dach oder an einem Pfosten in der Nähe der Jalousien montiert werden. Sie lassen sich per Funk, WLAN oder Kabelverbindung in Motorsteuerungssysteme integrieren. Bei gewerblichen Installationen sind Windsensoren häufig aufgrund von Bauvorschriften und Versicherungsauflagen vorgeschrieben, da sie sowohl die Anlagen als auch die Öffentlichkeit schützen.
Werden Rollos bei Windgeschwindigkeiten über ihrer Nennleistung nicht abgenommen, können verschiedene Schäden auftreten. Der Stoff kann sich an den Befestigungspunkten der Reißverschlüsse dehnen oder reißen, da dort die Belastung konzentriert ist. Die Seitenschienen können sich verbiegen oder von der Montagefläche ablösen, wenn die Befestigungen nicht ausreichend stabil sind. Der Motor kann unter der erhöhten Last überlastet werden und dadurch durchbrennen oder die Zahnräder beschädigen. Die untere Schiene kann sich lösen, wenn der Wind darunter gerät und den Stoff anhebt. Im Extremfall kann das gesamte System von der Wand gerissen werden und so zu einem gefährlichen Geschoss werden.
Deshalb geben Hersteller in ihren Garantiebedingungen genaue Angaben zu den zulässigen Einfahrgrenzen. Schäden, die durch das Belassen der Jalousien bei Windgeschwindigkeiten über der Nennwindstärke entstehen, sind in der Regel nicht von der Garantie abgedeckt. Hausbesitzer sollten sich mit den Angaben zu ihrem System vertraut machen und es sich zur Gewohnheit machen, die Jalousien bei sich verschlechternden Wetterbedingungen einzufahren.
Wie viel Wind können Reißverschluss-Rollos aushalten?
Die meisten hochwertigen Reißverschluss-Verdecksysteme sind für anhaltende Windgeschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h ausgelegt. Hochleistungssysteme halten möglicherweise höheren Windgeschwindigkeiten stand, aber kein Verdeck sollte während Stürmen aufgebaut bleiben.
Soll ich die Reißverschluss-Rollos bei starkem Wind einfahren?
Ja. Jalousien sollten immer eingefahren werden, wenn die Windgeschwindigkeit die vom Hersteller angegebene Angabe erreicht oder überschreitet. Im Zweifelsfall einfahren.
Funktionieren Windsensoren automatisch?
Ja. Bei der Integration mit motorisierten Rollos erfassen Windsensoren die Windgeschwindigkeit und fahren die Rollos automatisch ein, sobald der voreingestellte Schwellenwert überschritten wird.
Was passiert, wenn ich die Rollos bei einem Sturm unten lasse?
Zu den Schäden können Geweberisse, Verformungen der Kanäle, Motorausfälle oder ein vollständiger Systemausfall gehören. Sturmschäden sind in der Regel von der Garantie ausgeschlossen.
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